Leistungsspektrum

1. Vertragliche Gestaltung und Etablierung medizinischer Kooperationsformen

  • Gesellschaftsverträge für Berufsausübungsgemeischaften und Praxisgemeinschaften
  • Praxisabgabe/Übernahme-Regelungen, einschl. vertragsarztrechtlichem Nachbesetzungsverfahren, s.u.
  • neue Versorgungsformen: MVZ-Gründung, Einbringung von Vertragsarztsitzen und Anstellung im MVZ, Integrierte Versorgungsverträge, Kooperation mit nichtärztlichen Leistungserbringern, Etablierung von Arztnetzen und Arztzentren
  • Vertriebsverträge für Medizinprodukte

Im Rahmen der Praxisübergabe wird die professionelle Praxisbewertung sowie Prüfung der steuerlichen Aspekte durch die Kooperationspartner angeboten.

Sind Sie Inhaber einer Praxis, Privatklinik oder Leiter eines an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Krankenhauses und suchen Wege, sich oder Ihre Einrichtung durch Kooperationen im Gesundheitsmarkt neu zu positionieren, stehe ich Ihnen bei der Suche nach Partnern, Investoren u. Betreibergesellschaften mit meinem Netzwerk gerne zur Verfügung. Daneben biete ich gemeinsam mit meinen Kooperationspartnern Gruppencoaching für die einzelnen Projektumsetzungsphasen an.


2. Vertragsarztrecht/Inkasso

  • Zulassungsrecht, einschl. Ermächtigungen und Etablierung von Zweigpraxen
  • Begleitung im Nachbesetzungsverfahren bei Praxisübernahme, s.o
  • ärztliches Vergütungsrecht, insb. Prüfung Ihrer Honorarbescheide und Zuweisung des RLV, Vertretung in Regressverfahren (sachlich-rechnerische Richtigstellung, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Richtgrößenprüfungen)
  • Inkasso Ihrer privatärztlichen Rechnungen


3. Berufsrecht

  • Prüfung und rechtssichere Gestaltung des praxisparallelen Gewerbebetriebs
  • Beratung in der ärztlichen Werbung


4. Krankenhausrecht

  • Beratung im Zusammenhang mit der Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung, wie Durchsetzung der pers. Ermächtigung/Institutsermächtigung, MVZ-Gestaltung, integrierte Versorgungsverträge, Prüfung der Honorarbescheide, s.o.
  • Gestaltung der Wahlleistungsvereinbarungen und Chefarztverträge
  • Inkasso der Liquidationen gegenüber Selbstzahlern


5. Krankenversicherungsrecht

  • Prüfung und Durchsetzung der Leistungsansprüche gegenüber GKV und PKV


6. Arzthaftungsrecht

  • Vertretung bei ärztlichen Behandlungsfehlern vor der ärztlichen Gutachterkommission und/oder vor Gericht


7. Medizinproduktrecht

  • Beratung im Vertriebsaufbau und Gestaltung der Vertriebsverträge, s.o.




Glossar - Erläuterung ausgewählter Begriffe

Fachanwältin für Medizinrecht

seit dem 01.05.2007 hat besteht die Möglichkeit zur Qualifizierung zum Fachanwalt für Medizinrecht, § 14b FAO. Als Voraussetzung hierfür sind besondere Kenntnisse nachzuweisen in den Bereichen:

1. Recht der medizinischen Behandlung, insbesondere

a) zivilrechtliche Haftung,

b) strafrechtliche Haftung,

2. Recht der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung, insbesondere

a)Vertragsarzt- und Vertragszahnarztrecht,

b) sowie Grundzüge der Pflegeversicherung,

3. Berufsrecht der Heilberufe, insbesondere

a) ärztliches Berufsrecht,

b) Grundzüge des Berufsrechts sonstiger Heilberufe,

4. Vertrags- und Gesellschaftsrecht der Heilberufe, einschließlich Vertragsgestaltung,

5. Vergütungsrecht der Heilberufe,

6. Krankenhausrecht einschließlich Bedarfsplanung, Finanzierung und Chefarztvertragsrecht,

7. Grundzüge des Arzneimittel- und Medizinprodukterechts,

8. Grundzüge des Apothekenrechts,

9. Besonderheiten des Verfahrens- und Prozessrechts

Der Nachweis erfolgt durch:

  • Lehrgang
  • 3 schriftliche Leistungskontrollen
  • Vorlage praktischer Erfahrungen, mindestens: 60 Fälle, davon mindestens 15 rechtsförmliche Verfahren (davon mindestens 12 gerichtliche Verfahren).
  • Jährliche Fortbildung in der Gesamtdauer von mindestens 10 Zeitstunden
  • Berufsausübungsgemeinschaft (BAG) – gemäß § 18 Abs. 1 MBO-Ä dürfen sich Ärzte zu Berufsausübungsgemeinschaften – auch beschränkt auf einzelne Leistungen – zusammenschließen. Voraussetzung ist die Verpflichtung zur gemeinsamen Tätigkeit, nicht notwendiger Weise an einem Ort (überörtliche BAG). Typische Berufsausübungsgemeinschaften ist die Gemeinschaftspraxis.


MVZ – Medizinisches Versorgungszentrum

Gemäß § 95 Abs. 1 Satz2 SGB V sind Medizinische Versorgungszentren fachübergreifende ärztlich geleitete Einrichtungen, in denen Ärzte, die in das Arztregister eingetragen sind, als Angestellte oder Vertragsärzte tätig sind.


Praxisgemeinschaft

Die Praxisgemeinschaft ist eine Organisationsgemeinschaft ohne gemeinsame Berufsausübung.


Integrierte Versorgung

Bei den Integrierten Versorgungsverträgen handelt es sich um Direktverträge, die die gesetzlichen Krankenkassen mit Leistungserbringergemeinschaften abschließen. Gemäß § 140a Abs. 1 SGB V setzt ein Integrierter Versorgungsvertrag eine verschiedene Leistungssektoren übergreifende Versorgung voraus.


Richtgrößenprüfung

Bei der Richtgrößenprüfung wird die Verordnungsweise des Arztes im Hinblick auf Arznei- Verbands- u. Hilfsmittel überprüft. Sie wird von Amts wegen durchgeführt. Bei einer Überschreitung von mehr als 15% erfolgt eine Beratung durch den Prüfungsausschuss. Bei Überschreitung über 25% droht die Festsetzung eines Regresses.


Sachlich-rechnerische Richtigstellung

Abrechnungsprüfung , in der die ordnungsgemäße Anwendung der Gebührenordnung, der einschlägigen Verträge, Richtlinien und Abrechnungsbestimmungen kontrolliert wird.


Persönliche Ermächtigung

Persönliche Ermächtigung von Krankenhausärzten mit abgeschlossener Facharztausbildung, gemäß § 116 SGB V i.V.m. § 31a Ärzte-ZV. Voraussetzung ist, dass ohne die besonderen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden oder Kenntnisse von hierfür geeigneten Krankenhausärzten die Versorgung der Versicherten nicht sichergestellt ist.


Zweigpraxis

Der Vertragsarzt hat die Möglichkeit, seine vertragsärztliche Tätigkeit an einer sog. Nebenbetriebsstätte, d.h. außerhalb seines Praxissitzes, auszuüben, sofern dadurch die Versorgung am weiteren Tätigkeitsort verbessert und die Versorgungspräsenz am Vertragsarztsitz nicht verschlechtert wird.


Wahlleistungsvereinbarung

Bei der Wahlleistungsvereinbarung handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung über Leistungen, die über das im Krankenhausaufnahmevertrag vereinbarte hinausgehen (z.B. Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung usw.). Diese Wahlleistungen werden entweder vom Versicherten privat gezahlt oder von dessen privater Krankenversicherung oder Zusatzversicherung.


RLV

Regelleistungsvolumen.


GKV

Gesetzliche Krankenversicherung.


PKV

Private Krankenversicherung.





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